Adventskreuzfahrt auf der Donau

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Eine Adventskreuzfahrt auf der Donau ist eine besondere Art, die Vorweihnachtszeit zu erleben. Entschleunigtes Reisen, wechselnde Städte und stimmungsvolle Weihnachtsmärkte verbinden sich zu einer Reiseform, die Komfort und Erlebnis ideal vereint. Unsere Adventskreuzfahrt mit 1A Vista Reisen begann in Passau, der bayerischen Drei-Flüsse-Stadt, in der Donau, Inn und Ilz zusammenfließen.
Foto: Adventskreuzfahrt Donau
Schon beim Einschiffen bot sich ein eindrucksvolles Bild: Die Türme des Stephansdoms ragten über die historische Altstadt, während überraschend sonniges Dezemberwetter für einen gelungenen Auftakt sorgte. Pünktlich legte die M/S Vista Milla ab und nahm Kurs flussabwärts.
Foto: Passau
Die erste Station unserer Reise war Wien. Bei grauem, aber mildem Winterwetter erreichten wir die österreichische Hauptstadt. Vom Anleger aus war das Zentrum bequem erreichbar, und innerhalb von rund 30 Minuten gelangten wir mit der Straßenbahn in die Innenstadt. Rund um die Hofburg herrschte lebendiges Treiben, und die Stadt zeigte sich trotz der Jahreszeit elegant und geschäftig. Wer Wien traditionell erkunden wollte, konnte eine der zahlreichen Fiakerfahrten nutzen, die zum festen Stadtbild gehören.

Ein erster Höhepunkt war der Besuch des Weihnachtsmarktes am Stephansdom. Der mächtige Bau mit seinem 136 Meter hohen Turm ist das Wahrzeichen Wiens und zugleich die höchste Kirche Österreichs. Der Weihnachtsmarkt auf dem Stephansplatz war gut besucht und bot eine stimmungsvolle Kulisse. Lichterketten, festlich geschmückte Buden und der Duft von Glühwein und Weihnachtsgebäck sorgten für echte Adventsatmosphäre.
Nicht weniger beeindruckend war der Christkindlmarkt vor dem Wiener Rathaus. Dieser zählt zu den bekanntesten Weihnachtsmärkten Europas und zieht jedes Jahr Besucher aus dem In- und Ausland an. Neben traditionellem Weihnachtsschmuck und Kunsthandwerk spielte hier auch die aufwendige Beleuchtung eine große Rolle. Besonders eindrucksvoll war der illuminierte Park rund um den Markt. Eine Besonderheit stellt die große ahornblättrige Platane dar, die mit rund 200 leuchtenden Herzen geschmückt ist. Ein weiteres Highlight ist das sogenannte „fliegende Herz“, das in regelmäßigen Abständen quer über den Rathausplatz schwebt und viele Besucher zum Staunen bringt.

Über die M/S Vista Milla: 110 m Länge, max. 149 Passagiere, 77 Kabinen, 37 Crewmitglieder, Baujahr 2000 (letzte Renovierung Winter 2024/2025), 4 Passagierdecks.
Weiter ging die Reise donauabwärts nach Budapest. Die ungarische Hauptstadt gilt als eine der schönsten Flussstädte Europas und ist wie geschaffen für Flusskreuzfahrten. Zahlreiche Brücken überspannen die Donau, während monumentale Gebäude das Ufer säumen. Die M/S Vista Milla legte direkt neben einem anderen Flusskreuzfahrtschiff an, sodass der Ausstieg über das Nachbarschiff erfolgte – ein eher ungewöhnliches, aber interessantes Erlebnis. Nur wenige Minuten später erreichten wir bereits die Große Markthalle. In der historischen Halle bot sich eine beeindruckende Vielfalt an Ständen mit regionalen Lebensmitteln, frischen Produkten von Kleinbauern, Gewürzen, Gastronomie und handwerklichen Erzeugnissen.

Besonders stimmungsvoll zeigte sich der Weihnachtsmarkt am Vörösmarty Tér im Herzen der Stadt. Zahlreiche Buden reihten sich aneinander und boten ungarische Spezialitäten in großer Auswahl. Schornsteinkuchen, auch Baumstriezel genannt, Lángos in verschiedenen Variationen und natürlich die klassische ungarische Gulaschsuppe sorgten für kulinarische Höhepunkte. Einen modernen Kontrast bildete die festlich illuminierte Fashion Street, in der kreative Lichtinstallationen von Handtaschen über High Heels bis hin zu Autos für Aufmerksamkeit sorgten.
Am Abend kehrten wir an Bord zurück und genossen die Ausfahrt aus Budapest vom Außendeck aus. Das imposant beleuchtete Parlamentsgebäude, das sich majestätisch am Donauufer erhebt, war dabei ein unvergesslicher Anblick und ein emotionaler Höhepunkt der Reise.

Am nächsten Tag erreichten wir Bratislava. Auch hier zeigte sich der Vorteil einer Flusskreuzfahrt: Die Anlegestelle lag zentrumsnah, und nach nur etwa zehn Gehminuten befanden wir uns in der Altstadt der slowakischen Hauptstadt. Auf dem Weg in die Fußgängerzone aus dem 18. Jahrhundert passierten wir bereits einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Der Duft der angebotenen Speisen war verlockend. Typisch für die slowakische Küche sind Kohlsuppe, Kartoffelpuffer und Kartoffelklöße mit salzigem Schafskäse.

Nach einer kurzen Pause in einem traditionellen Café erkundeten wir den Weihnachtsmarkt auf dem Hauptplatz. Rund 100 kleine rote Buden waren zwischen dem Maximilianbrunnen und dem Rathaus aufgereiht. Angeboten wurden Pressburger Kipferl, süße gerollte Eierkuchen mit unterschiedlichen Füllungen sowie große Kartoffelpuffer. Die gemütliche Atmosphäre machte den Markt besonders charmant.
Den Abschluss der Adventskreuzfahrt bildete Linz. Da unser Aufenthalt auf einen Samstag fiel, konnten wir kostenlos mit einer kleinen Bahn von Weihnachtsmarkt zu Weihnachtsmarkt fahren. Der Weihnachtsmarkt im Volksgarten bot vor allem für Familien zahlreiche Attraktionen, während der Markt am Mariendom eher ruhig und besinnlich wirkte.

Natürlich durfte ein Besuch in einem typischen Café nicht fehlen, und so genossen wir eine klassische Linzer Torte. Die Konditoreien der Stadt beeindruckten mit einer außergewöhnlich großen Auswahl an Keksen und Kuchen. Der Christkindlmarkt auf dem Hauptplatz präsentierte barockes Kunsthandwerk und bot den passenden Rahmen, um diese stimmungsvolle Adventskreuzfahrt mit Linzer Keksen und einem wärmenden Marillenpunsch ausklingen zu lassen.
Hier geht’s zum Video der Reise:
Fotos: IDa
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